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Arbeiten übers Pensionsalter hinaus

  • 10. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Mit dem ordentlichen Pensionsalter endet für viele Menschen das Berufsleben. Für einige beginnt damit eine Zeit neuer Freiheiten. Andere hingegen entscheiden sich bewusst dafür, weiterhin beruflich aktiv zu bleiben – in einem kleineren Pensum, in einer anderen Funktion.


Rosmarie Wegmann war viele Jahre als Mitarbeiterin im Stationsservice tätig und arbeitet heute im Flexpool. Für sie war schnell klar, dass sie mit der Pensionierung nicht einfach aufhören wollte. «Ich fühle mich geistig und körperlich noch gut in der Lage, etwas Sinnvolles

zu tun. Meine Arbeit gefällt mir sehr gut, und ich arbeite gerne im Team.» Das kleinere

Pensum erlebt sie als grosse Bereicherung. So bleibt mehr Zeit für Familie, Musik, Sport

oder Lesen. Anspruchsvoller empfindet Rosmarie Wegmann heute nichts. Im Gegenteil: »Es fällt mir nichts schwerer als früher.» Ihr Umfeld reagierte unterschiedlich auf ihren Entscheid,

über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten. «Die einen finden es gut, andere würden das nicht machen. Das ist sehr individuell. » Für sie ist klar: Diese Entscheidung müsse jede Person für sich selbst treffen.



Annette Zanini, Pflegefachfrau HF, war vor ihrer Pensionierung als stellvertretende Stationsleiterin tätig. Heute arbeitet sie in einem 20-Prozent-Pensum. «Mein erster Gedanke

bei der Pensionierung war: Das kann doch jetzt nicht der Abschluss sein. Da ich nach wie vor diesen Beruf mit viel Freude ausübe und ich noch so viel Energie habe, um diesen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen.» Durch den Verzicht auf eine Führungsfunktion kann sie sich heute voll und ganz auf die Pflege und die Bewohnenden konzentrieren. Das Arbeiten in einem kleinen Pensum erfordert für Annette Zanini aber eine sorgfältige Vorbereitung. «Ich muss mich jeweils sehr seriös über die aktuelle Situation der Bewohnenden informieren.» Gleichzeitig ermöglicht ihr die grosse Erfahrung, auch mit wenigen Einsätzen einen wertvollen Beitrag zu leisten.


Damit das Arbeiten über das Pensionsalter hinaus für beide Seiten stimmig ist, braucht

es neben passenden Rahmenbedingungen gemäss Annette Zanini und Rosmarie Wegmann

vor allem Offenheit, Ehrlichkeit und eine positive Einstellung – bei Mitarbeitenden wie auch beim Arbeitgeber. Die Erfahrungen der beiden Frauen zeigen: Arbeiten über das Pensionsalter hinaus kann bereichernd sein – für die Mitarbeitenden selbst und für das gesamte Team. Entscheidend sind die persönliche Motivation, passende Rahmenbedingungen und die Freude

an der Aufgabe.



Fixes oder flexibles Pensum

Ob für ehemalige Mitarbeitende des Kirchfeld oder interessierte Personen über 65 Jahren – das Kirchfeld bietet viele Tätigkeiten und flexible Arbeitsmodelle, nicht nur in der Pflege, sondern auch in der Hotellerie oder als Fahrerin oder Fahrer. Neben festen Anstellungen in unterschiedlichen Fixpensen bietet das Kirchfeld auch den Flexpool

an: Arbeiten im Stundenlohn und zu gewünschten Zeiten.

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